Karriereverläufe
Die sogenannten "Karrierescheren" verdeutlichen die gegenläufige Entwicklung von Frauen- und Männeranteilen im wissenschaftlichen Karriereverlauf.
Die Universität Wien gesamt zeigt 2026 mehrere parallele Entwicklungen. Die Geschlechterverhältnisse sind an den äußeren Polen nach wie vor spiegelverkehrt, allerdings hat sich der Gap bei den Professuren über die Jahre sichtlich verringert. Zwischen Prae- und Postdocs sinkt der Frauenanteil um zehn Prozentpunkte und damit stärker als in den Jahren zuvor. Gegenläufige Entwicklungen gibt es bei den Senior Scientists und den Tenure Track-Positionen: Während sich bei ersteren der Frauenanteil im Lauf der letzten Jahre leicht verringert hat, stieg er bei den Tenure Track-Positionen kontinuierlich, hier gibt es derzeit eine stabile Geschlechterparität.
Auf Ebene der Fakultätscluster gibt es unterschiedliche Ausprägungen. In den Geistes- und Kulturwissenschaften ist das Studium klar von Frauen dominiert, ab dem Doktoratsabschluss sind die Geschlechterverhältnisse weitgehend ausgeglichen. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften liegen die Männer anteilsmäßig nur auf Ebene der Professuren vor den Frauen, bei den Postdocs herrscht Geschlechterparität. In den Formal- und Naturwissenschaften machen mehr Männer als Frauen einen MA-Abschluss, die Frauenanteile sinken kontinuierlich bis zu den Professuren, unterbrochen nur durch die Tenure Track-Positionen. In den Lebens- und Biowissenschaften ist die Leaky Pipeline am stärksten ausgeprägt. Rund sieben von zehn MA-Abschlüssen gehen an Frauen, auch die Doktoratsquote ist hoch. Bei den Professuren dreht sich das Geschlechterverhältnis um: Nur knapp ein Drittel der Professuren sind 2026 mit einer Frau besetzt.
Hinweis: Zu den Professor*innen zählen alle Professuren nach § 98 und § 99 UG. Die Assoziierten Professuren nach § 99/6 UG (Tenure Track nach Erfüllung der Qualifizierungsvereinbarung) gehören organisationsrechtlich zu den Professuren und sind daher den Professuren zugeordnet. Zu den Tenure Track-Positionen zählen Assistenzprofessor*innen und Assoziierte Professor*innen, die ihre Qualifizierungsvereinbarung vor der UG-Novelle 2016 erfüllt haben.
Abgebildet sind akademischen Positionen, die aktuell mögliche Verläufe einer wissenschaftlichen Karriere markieren und nicht notwendigerweise in einer Professur münden müssen.
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